Evangelische Grundschule Magdeburg

,... so lautet der Titel der aktuellen Weihnachtsaktion des Magdeburger Hilfsprojektes "Education is the Key of Life", in dessen Rahmen unsere Schule in den letzten Jahren den Auf- und Ausbau eines evangelischen Kindergartens im Tansanischen Njombe erfolgreich gefördert hat. Wichtiger scheint uns allerdings im Moment die Unterstützung von 402 teils mit Aids infizierten Waisenkindern, die im tansanischen Mapanda leben und die jetzt in das Hilfsprojekt einbezogen werden sollen.

From Pastor Obias Kilagwa.

Our beloved friends in Jesus our Lord. I greet you and wishing you all the best and blessings from GodI would like to attach photos showing your previous year assistance.
One of the works which was done through your money are shown in the photos

1.Green sweaters for children as it can be seen
2.Desks in the class
3.Chairs as children are seated on
4.Playground materials such as swings

Children are very happy and enjoy playing daily actively. They don’t miss classes now days.
Yours.

Pastor Kilagwa

Liebe Freunde in Christus, unserem Herrn.

Ich grüße Euch und wünsche Euch nur das Beste und Gottes Segen.
Anbei sende ich Euch einige Photos, die zeigen, womit Ihr uns im vergangenen Jahr unterstützt habt.
Wie auf den Bildern zu sehen, konnten wir mit Eurer Unterstützung

  1. Grüne Pullover für die Kinder
  2. Klassenraumtische
  3. Sitzmöbel
  4. Spielplatzausstattung, z. B. Schaukeln kaufen

Die Kinder sind darüber sehr glücklich und spielen jeden Tag intensiv damit. Ihre Klassenräume vermissen sie zur Zeit nicht so.

Mit herzlichen Grüßen
Pastor Kilagwa

Melinze, im Januar 2011

Die evangelische Gemeinde in Njombe hat einen neuen Pfarrer. In einem Brief an Pfr. i. R. Gabriele Herbst, die ja seit Jahren den Kontakt zwischen Magdeburg und Njombe koordiniert, hat er sich vorgestellt. Da er auch für unser Partnerschafts-Projekt ein wichtiger Ansprechpartner ist, wollen wir den Brief auf diesem Weg allen Interessierten zugänglich machen. Gleichzeitig möchten wir Pfarrer Obias Kilagwa alles Gute für sein neues Amt wünschen.

I, Obias Kilagwa, a new pastor in Melinze, I greet you in the name of our Lord
Jesus. Thank you so much for the introduction that I have got from Rev. Isaya
Mengele about the partinership between your congregation and us in Melinze.
Thank you for the work of God that you have been planting in our congregation.
Rev Mengele and our congregants in Melinze have told me a lot about your love,
various contributions for the church, God bless you for your eager, kindness and
thinking about the work of God through this partinership and spiritual sharing.
I, as a new pastor in Melinze, I’ m very eager to maintain and improve our
partinership for the sake of the work of God and our congregations between you
and us. Let us keep in touch as you used to do so with the previous time.
Here is a brief history of me.
I was born in August 10, 1972. Primary education was between 1983 t0 1989.
Then in 1991 to 1993, I studied Theological Education for Extension,
In 1994 to 1997, I got Evangelist course at Kidugala Lutheran Seminary
In 1998 to June 2002, I worked as evangelist at Ng’anda parish and in the same
time I underwent secondary education (O-Level).
In July 2002 to May 2004, I got Advanced Secondary Education (A-Level). After
that I worked as part time teacher at Kidugala Lutheran Seminary between July
2004 to August 2005.
In September 2005 to August 2010 I was studying Bachelor of Divinity at
Makumira University College (Arusha) of the Tumaini University.
My ordination was on 12th this september. The diocese’s council appointed me to
be a pastor incharge in Melinze parish, I can imagine that you know the parish
very well.
My wife is called Helina, a doctor of Ilembula Lutheran Hospital, but this
moment she is a second year student of medicine in Dar es salaam for five
years. We have one child (daughter) who is now one year and seven months.
Dear Gabi, I have reported and started working here at Melinze on 21st this
september. I can say today is the fourth day to be here. Thus, I’ m still
learning. But primarily, I’ m very interested with the followings;
- To maintain and improve the partinership contacts, particulary
between you and us in Melinze.
- I have experienced the importance of visitation. Therefore, I’ m very
interested to provide pastoral ministry home by home, particulary to the sick
people and those who cannot attend Church services because of different
circumstances. The nextday after soon after beinh here at Melinze, we have
visited some sick people who are not few, indeed they were blessed and in the
same way we were blessed too. Pastoral care and counseling is a basic service
nowadays in our context because many people face different psychological
stresses.
- Another interest is to struggle finding different ways that the
church can provide a holistic mission to people that include spiritual services,
economic struggles etc.
- I like Unity, sharing and corperation among parish workers and
congregants as whole. Nowadays working as TEAM, it may lead to a more
successful. However, as far as I have started working here, I hope to discover
other things which will be profitable to the church. Please I ask you to share
with me different opinions that will enhence, improve and bring blessings to the
congregations as you have been blessing our congregation.
Let us pray each other that this love, partinership, unity and cooperation
between you and us become even more active in the glory of the Lord.
On hehalf of the congregation, I wish you all the best. God bless you all. Send
my greetings to your fellow members of your congregation. Let us keep in touch.
Thank you.

Yours,
Pastor, Obias Kilagwa – Melinze, Njombe

Liebe Sponsorinnen und Sponsoren des Projektes "education is the key of life",

im Namen der Reisegruppe, die in diesem Sommer nach Tansania reiste, grüße ich Sie herzlich und mit Dankbarkeit.

Wir, das war eine Reisegruppe von vier Personen. Ich war als Projektgründerin noch einmal die Leiterin der Gruppe und wurde von Anja Leiß, der Direktorin der Ev. Grundschule in Magdeburg begleitet, deren Mann, der als Kriminalrat in Magdeburg arbeitet und Robert Richter, einem Journalist bei der Magdeburger VOLKSSTIMME.
Er wurde eingeladen, um unsere Reise mit Berichten und Interviews zu dokumentieren.

Auch in diesem Jahr sind wir voller Dankbarkeit aus Tansania zurückgekommen. Dankbar sind wir vor allem für die Menschen, denen wir dort wieder oder neu begegneten und die nach wie vor keine Wege, keine Zeit, keinen Krafteinsatz scheuten, uns, die Freunde und Partner gut durch die Zeit in Tansania zu begleiten.

Das Land ist unruhiger und auch gefährlicher geworden. 85 Prozent der Bevölkerung lebt nach wie vor an und unter der Armutsgrenze. Aber es gibt nun auch 15 Prozent mit einem bescheidenen oder auch beachtlichen Reichtum. Der garstige Graben zwischen diesen sozialen Gruppen ist überall sichtbar. Und die vom Charakter her eher friedlichen Tansanier werden diesen Graben nicht mehr unbegrenzt lange akzeptieren. Die Wahlen in diesem Oktober für eine neue Regierung werden mit Spannung erwartet. Es muss einfach bessere Konzepte für die Bauern, für Minikredite, für Bildung und Gesundheit geben. Es müssen vor allem auch bessere Verkehrskonzepte für die Städte entwickelt werden. Dar es Salaam ist ein Stadt-Moloch geworden, in dem man nur noch Auto fahren kann, wenn man wie Mkumbo, unserer tansanischer Driver (ein Pfarrerkollege) mit großer Geduld und einem breiten Lachen auch schon mal Bürgersteige zum Überholen benutzt.

Unsere fünf Projekte (Schulgeldprojekt, Kindergartenprojekt, Frauenmodeprojekt, Landwirtschaftsprojekt, Projekt mir alten Menschen) laufen gut bis sehr gut, benötigen aber dringend (auch für die Zukunft) ständige Kontrolle vor Ort. Wir hatten dieses Mal rund 9000 Euro für die Projekte gesammelt – und konnten uns davon überzeugen, was mit dem Geld bisher geschah. Wir machten Interviews mit ehemaligen SchülerInnen, die nun längst Berufe und Studien abgeschlossen haben, wir freuten uns am Anbau des Kindergartens in Melinze, wir besuchten den Laden der Frauen und die angrenzende Schneiderstube mit den zehn Nähmaschinen, wir freuten uns zu hören, dass aus ehemals sechs Kühen nun elf geworden sind. Und ich habe an einem Tag auf Dörfern um Njombe herum alte Männer besucht, die mit 3 Euro Rente wahrlich ein Hungerleben führen. Wir haben ihnen Zucker, Tee und andere Lebensmittel vorbeigebracht. Der älteste der Männer war 100 Jahre alt! Ein Mann mit einem Geschichtsbuch im Gesicht…

Ich kann in diesem Brief nur anreißen, was wir noch ziemlich ungeordnet an Erinnerungen aus Tansania mitgebracht haben. Jeder von uns vermisst manches, wenn er an die Reise denkt. Ich vermisse hier die vielen lachenden und scherzenden Menschen auf den Straßen, den guten Ingwertee von Rehema gekocht, ich vermisse die Gesten der Gastfreundschaft, dass einem immer Taschen mitgetragen werden und man beim Gehen mindestens bis ans Ende des Grundstücks geleitet wird. Ich vermisse die Tapferkeit der Menschen, die mich ansteckte, als mich die „Nairobifliege“ attackiert hatte und ich gegen den Ausschlag Antibiotika nehmen musste. Ich vermisse den Gesang (!) der Menschen im Gottesdienst und ihre konkreten Erwartungen, die sie mit
ihrem Glauben verbinden.

Aber ich brauche auch Zeit, sehr traurige und schreckliche Erlebnisse zu verarbeiten. Den Anblick von schwer kranken und leer dreinschauenden Menschen, die sichtbare Armut in den Wohnungen der Menschen, den vielen Schmutz überall und die Müdigkeit in den Augen der Frauen auf den Dörfern, denen man ansieht, dass sie noch kaum Rechte für ein eigenes Leben haben…

Njombe selbst hat sich optisch etwas verbessert. Mehr Menschen haben nun Strom und Wasser, bessere Dächer und auch weniger Müll in den Straßen. Die junge Generation, so sie denn die Schule besucht und beendet, wirkt deutlich selbstbewusster, kann zum Teil recht gut Englisch sprechen und hat Hoffnungen für die Zukunft, die denen der Jugendlichen bei uns ähneln.

Die Kirchen sind nach wie vor sehr gut besucht. Dennoch hat man Mühe, neue Theologiestudenten zu finden, auch junge Evangelisten. Diese Berufe werden so schlecht bezahlt (zwischen 20 und 70 Euro pro Monat Gehalt), dass man nur mit diesem Gehalt einfach nicht leben kann. Auch müsste die theologische Bildung unbedingt verbessert werden!

Rundbrief an alle Projektbeteiligten von Gabriele Herbst in Zusammenarbeit mit Sabine Schmolke, Dr. Diethelm Schmolke, Anja Leiß, Irmgard Marx, Anita Elsner und Friederike Sattler. Magdeburg, im April 2010

Schneeflocken für den Kilimandscharo

"Wie viel wiegt eine Schneeflocke?", fragte ein Eichhörnchen eine wilde Taube.
"Etwas mehr als nichts", erwiderte diese.
"Wenn das so ist", so das Eichhörnchen", muss ich Dir eine bemerkenswerte Geschichte erzählen. Neulich saß ich - ganz nah am Stamm - auf dem Ast einer Fichte. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die sich rund um mich auf Zweigen und Nadeln niederließen. Es waren genau 3.741.952. Als die 3.741.953ste Flocke den Ast berührte, diese kleine Flocke mit einem Gewicht von etwas mehr als nichts, brach der Ast ab."
Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Expertin, dachte eine Weile nach. Dann sah sie das Eichhörnchen bedeutungsvoll an. "Vielleicht fehlt nur noch die Stimme EINES Menschen, und es wird Frieden in der Welt sein."

Ndugu wapendwa, liebe Tansaniafreundinnen und Freunde,
herzliche Grüße im Frühling an Sie alle, wo immer Sie wohnen und in welcher Lebenssituation Sie gerade sind. Es wird Zeit, dass Sie wieder einmal etwas von unseren Tansaniaprojekten hören, die alle unter „Education is the key of life“ zusammengefasst sind und, wie Sie vielleicht nicht mehr genau wissen, das klassische Schulprojekt, das Kindergartenprojekt, das Landwirtschaftsprojekt, das Frauenprojekt und das Projekt mit den Senioren umfassen.
Für alle diese Projekte bricht eine kleine Delegation in diesem Sommer, anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Partnerschaftsarbeit wieder nach Njombe auf. (26.6. – 11.7.) Dieses Mal wird der Redakteur der VOLKSSTIMME, Robert Richter, mitfahren. Denn es ist geplant, für alle Projekte zu recherchieren und ein Buch (zweisprachig) unter dem obengenannten Titel „Schneeflocken für den Kilimandscharo“ zu schreiben. Mit einem Projekt dieses Namens bin ich im Moment in der Evangelischen Grundschule tätig. Das Resultat können Sie beim diesjährigen Sommer-und Tansaniafest der evangelischen Hoffnungsgemeinde (6. Juni ab 14.00 Uhr) oder beim Fest der Evangelischen Grundschule (19. Juni, vormittags) sehen. Seien Sie herzlich zu beidem eingeladen.
Wir danken Ihnen für Ihre kontinuierlichen Spenden für Tansania, den Kindern der Grundschule für ihren erneuten Sponsorenlauf. Einzelspendern danken wir besonders dafür, dass sie bestimmte Projekte unterstützen. Falls Sie in diesem ersten Halbjahr Ihr Schulgeld für einen Schüler in Njombe noch nicht bezahlt haben, dies aber weiterhin zahlen wollen, bitten wir herzlich Sie um Ihre Spende bis Anfang Juni, weil wir das Geld dort übergeben wollen.
Gerade habe ich mich mit einer Mitarbeiterin der Welthungerhilfe getroffen, die im nächsten Jahr erneut ein Projekt in Magdeburg „Schulen für Afrika“ plant. Sie sagte mir, wie prima sie es findet, dass wir in der Hoffnungsgemeinde und der Evangelischen Grundschule so nachhaltig an unserem Projekt dran sind. Nur solche Nachhaltigkeit führe zum Erfolg.
Wir wünschen Ihnen auch im Namen unserer neuen Pfarrerin in der Hoffnungsgemeinde, einen wunderbaren Frühling. Wie sinnvoll ist es doch, dass Globalisierung für unser Projekt besonders bedeutet: BILDUNG ZU TEILEN!

Mungu akubariki: Gott segne Sie.